Personalmarketing Instrumente

Marketing wurde schon vor mehr als 20 Jahren digitalisiert. Dagegen steckten die Instrumente für Personalmarketing noch jahrelang in einer verstaubten Schublade. Lokale Zeitungsanzeigen und Inserate beim Arbeitsamt haben oft schon ausgereicht. Wer innovativ war, inserierte bei Stepstone, Indeed und Co.

Diese „guten alten Zeiten“ sind vorbei: Der Fachkraftmangel nimmt immer weiter zu und es scheint fast ein Ding der Unmöglichkeit, neue und vor allem kompetente Mitarbeitende zu gewinnen.

Mittlerweile sollte allen klar sein, dass mit Stelleninseraten beim Arbeitsamt nicht mehr viel zu holen ist. Selbst die zahlreichen Online-Stellenportale können da kaum noch helfen, denn durch zunehmende Vollbeschäftigung gibt es kaum noch aktiv suchende Bewerbende.

Ohne digitales Personalmarketing, zum Beispiel in Form einer attraktiven Karriereseite oder Social Media Recruiting, bleiben dir eigentlich nur noch teure Personalvermittler.

Darauf hast du so gar keine Lust? Dann bist du hier richtig. Denn es gibt so viele Wege, um digitales Recruiting zu betreiben. Und damit du weißt, was alles möglich ist, bekommst du hier eine Übersicht und hilfreiche Informationen zu allen Personalmarketing Instrumenten, die du 2024 einsetzen kannst.

Inhalt

    Was ist Personalmarketing?

    Unsere Definition zu Personalmarketing:

    Personalmarketing sind alle Aktivitäten eines Unternehmens, den Personalbedarf durch Werbung, Positionierung und Steigerung der Arbeitgeberattraktivität zu sichern. Dabei wird zwischen internem und externem Personalmarketing unterschieden.

     

    Definitionen von Internem und Externem Personalmarketing

     

    Internes Personalmarketing

    Internes Personalmarketing richtet sich an die bestehenden Mitarbeitenden und setzt vor allem an der Unternehmenskultur und den Arbeitsbedingungen an. Im internen Personalmarketing spielt vor allem die Employer Value Proposition, also das Nutzenversprechen an deine Mitarbeitenden, eine große Rolle. Des Weiteren sind die Leistungsanreize und Bindungsanreize als Bestandteile deiner Mitarbeiterbenefits äußerst relevant.

     

    Ziele von internem Personalmarketing

    • Mitarbeitende langfristig ans Unternehmen binden
    • Förderung der Loyalität
    • Fluktuationsrate senken
    • Motivation steigern
    • Interne Kommunikation verbessern
    • Eigene Mitarbeitende zu Markenbotschaftern machen

    Instrumente von internem Personalmarketing

    • Purpose erzeugen (Sinn und Zweck)
    • Unternehmenswerte fest verankern
    • Vision und Mission entwickeln
    • Identifikationsmöglichkeiten schaffen
    • Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten
    • Karrieremöglichkeiten bereitstellen
    • Feedback-Kanäle implementieren
    • Handlungsleitlinien festlegen
    • Professionelle Onboardings implementieren
    • Ausgeglichene Work-Life-Balance ermöglichen
    • Teamgeist fördern
    • Leistungs- und Bindungsanreize anbieten
    • Betriebsklima und Ausstattung verbessern

     

    Externes Personalmarketing

    Externes Personalmarketing richtet sich an Bewerbende. Dabei soll einerseits die Arbeitgeberattraktivität gesteigert und andererseits die Recruiting-Kosten verringert werden.

     

    Ziele von externem Personalmarketing

    • Kosten für Recruiting reduzieren (Cost per Hire)
    • Überhaupt wieder Bewerbungen erhalten
    • Arbeitgeberimage steigern
    • Bekanntheit als attraktiver Arbeitgeber erhöhen
    • Bewerbungsprozess verkürzen (Time to Hire)

    Instrumente von externem Personalmarketing

    • Social Media Recruiting
    • Active Sourcing
    • Arbeitgeberbewertungen
    • Job-Newsletter
    • Karriere-Webseiten
    • Verführerische Stellenanzeigen
    • Google Jobs Integration
    • Personal Branding
    • deine Webseite im Allgemeinen
    • Suchmaschinenmarketing
    • YouTube und Videomarketing
    • Influencer Marketing
    • Blog und Content Marketing
    • Native Advertising
    • Banner Werbung
    • Imagevideos
    • Online-Stellenportale (in Verbindung mit SEO)
    • Hochschulmarketing / Hochschulrecruiting
    • Klassische Printkampagnen
    • Events und Jobmessen
    • PR-Marketing
    • Zertifikate und Auszeichnungen

    Du möchtest zu den einzelnen Maßnahmen mehr erfahren? Halt dich fest – los geht’s!

    Top 9 Personalmarketing Kanäle

    Im Folgenden gehen wir auf die wichtigsten Maßnahmen von externem Personalmarketing etwas genauer ein und geben einen Überblick zu den einzelnen Maßnahmen. Für weiterführende Informationen zu einem Thema kannst du den Links folgen und dir dort Expertenwissen aneignen.

    Die wichtigsten Personalmarketing Maßnahmen:

    1. Social Media Recruiting
    2. Karriereseiten
    3. Arbeitgeberbewertungen
    4. Deine Webseite im Allgemeinen
    5. Online Stellenanzeigen
    6. Job-Newsletter
    7. Suchmaschinenmarketing
    8. Google Jobs
    9. Personal Branding

     

    Instrumente und Maßnahmen des Personalmarketings

     

    Social Media Recruiting

    Beginnen wir mit einem der aktuell meist genutzten Instrumente im Personalmarketing: dem Social Media Recruiting.

    Social Media Recruiting lässt sich wiederum unterteilen in drei verschiedene Herangehensweisen:

    1. Active Sourcing

    Active Sourcing ist die Direktansprache von potenziellen Kandidaten. Das heißt, du gehst selbst aktiv auf die Suche nach passenden Mitarbeitenden und schreibst diese über die jeweilige Social Media Plattform an.

    Mehr Details zu Active Sourcing findest zu in unserem Ratgeber zu Social Media Recruiting

    2 Performance Recruiting

    Im Performance Recruiting werden in der Regel bezahlte Recruiting Kampagnen auf Social Media Plattformen geschaltet. Sie führen Interessierte direkt durch das Anklicken auf eine separate Landingpage, den sogenannten Recruiting Funnel. Das ganze zeichnet sich durch eine datengetriebene Optimierung aus.

    Mehr Details zu Active Sourcing findest zu in unserem Ratgeber zu Performance Recruiting

    3. Social Media Employer Branding

    Betreibst du organisches Social Media Marketing, um deine Arbeitgebermarke aufzubauen, nennt sich das Social Media Employer Branding. Hierzu nimmst du deine Employer Value Proposition, erstellst daraus einen Redaktionsplan und bespielst regelmäßig deine Zielgruppe auf Social Media. Eine Zielgruppe im Personalmarketing nennt sich übrigens Candidate Persona.

     

    Drei Varianten von Social Media Recruiting

     

    2. Karriereseiten

    Karriereseiten sind für Bewerbende eine essenzielle Informationsquelle. Dort bekommen sie alle Informationen über dich als Arbeitgeber. Sie können sich über eure Werte informieren, das Team kennenlernen, durch offene Stellenangebote stöbern und so weiter.

    Karriereseiten sind vor allem dann ein wichtiges Personalmarketing Instrument, wenn du auf den langfristigen Aufbau einer Arbeitgebermarke setzt. Denn dann jonglierst du meist mehrere Personalmarketing Instrumente gleichzeitig. In diesem Fall dient die Karriereseite als zentrale Anlaufstelle für deinen Bewerbertraffic.

    Und selbst wenn du beispielsweise nur auf Social Media Recruiting setzen möchtest Spätestens, wenn es zum Bewerbungsgespräch kommt, steuern Kandidaten deine Karriereseite an, um sich vorzubereiten.

    Und aller-, allerspätestens kommen Kandidaten kurz vor Vertragsunterzeichnung auf deine Karriereseite. Einfach um sicherzugehen, dass sie hier nicht die Katze im Sack kaufen.

    Wenn du also mit Personalmarketing beginnst, solltest du zu als Erstes deine Karriereseite optimieren. Und dann mit einem soliden Fundament weiterbauen.

    Karriereseiten sind übrigens unsere Spezialität. Wir sind quasi das Sterne-Restaurant der Karriereseiten (aber zu vernünftigen Preisen).

    Du kannst mich hier gerne für ein Beratungsgespräch kontaktieren, wenn du Interesse daran hast, dir von uns eine verführerische Karriereseite kochen zu lassen.

    Falls du dich aber erstmal weiter in das Thema einlesen möchtest, findest du hier unseren Ratgeber zu Karriereseiten.

     

    3. Arbeitgeberbewertungen

     

    Keiner kauft bei Amazon ein Produkt ohne Bewertungen. Und schon gar nicht mit schlechten Bewertungen. Genauso geht es deinen Kandidaten: Sie suchen nach einer Arbeitgeberbewertung.

    Auf Plattformen wie Kununu oder Glassdoor können bestehende und Ex-Mitarbeitende eine Bewertung abgeben. Dazu werden Dinge abgefragt wie:

    • Arbeitsatmosphäre
    • Image
    • Work-Life-Balance
    • Gehalt/Sozialleistungen
    • Umwelt-/Sozialbewusstsein
    • Kollegenzusammenhalt
    • Umgang mit älteren Kollegen
    • Vorgesetztenverhalten
    • Kommunikation
    • Gleichberechtigung
    • Interessante Aufgaben
    • Karriere/Weiterbildung
    • Arbeitsbedingungen

    Diese Liste gibt dir übrigens weitere konkrete Anhaltspunkte, was deine Employer Value Proposition alles beinhalten sollte.

    Außerdem solltest du bedenken, dass Bewerbende nicht nur die offiziellen Arbeitgeber-Bewertungsplattformen anschauen.

    Vielen ist es auch wichtig, wie Unternehmen mit Kunden und ihrer ökologischen Verantwortung umgehen. Solche Dinge erfährt man wiederum auf Bewertungsplattformen wie Google oder in den Kommentaren innerhalb der jeweiligen Social Media Channels der Unternehmen.

    Kleiner Tipp: Hast du eine gute Bewertung, dann zeig diese auf deiner Karriereseite, bestenfalls mit Zertifikaten und Mitarbeitenden-Stimmen. So verhinderst du, dass sie von deiner Karriereseite zu Kununu wechseln und sich dann dort eventuell verlieren, weil zufällig gerade dein direkter Mitbewerber unter „ähnliche Unternehmen“ angezeigt wird.

     

    4. Dein Webdesign

     

    Wer an Personalmarketing denkt, denkt sicherlich nicht sofort an Webdesign. Hab ich auch nicht, bis ich verstanden habe, wie elementar die Bedeutung von Referenzsignalen ist.

    Stell dir vor:

    Deine Traumkandidatin hört das erste Mal von deinem Unternehmen. Sie hat keine Ahnung, wer du bist und wie professionell oder modern ihr arbeitet. Also begibt sie sich auf die Suche nach entsprechenden Hinweisen bzw. Signalen.

    Sie sucht nach Referenzsignalen, aus denen sie ableiten kann, wie professionell und modern deine Firma ist. Design ist hierfür elementar! Auch wenn ihr das innovativste Unternehmen Deutschlands seid. Ist deine Webseite 20 Jahre alt, hast du keine Chance, ihr zu verklickern, dass ihr innovativ seid.

    Beobachte dich einmal selbst. Wenn du auf der Suche nach Handwerkern, Ärzten oder vielleicht einer guten Personalmarketing Agentur bist: Design spielt in deiner Einschätzung immer eine Rolle. In der Regel unterbewusst. Blöd nur, dass wir 80% unserer Entscheidungen unterbewusst treffen!

    Gehörst du zu denen, die dringend eine neue Webseite benötigen? Dann kannst du dich an die Agentur Webwild wenden. Sie ist Teil unseres Agentur-Konstrukts und auf Relaunch Projekte spezialisiert. Dort können wir deine Webseite direkt mit einer neuen Karriereseite kombinieren. Alles aus einer Hand, mit maximalen Synergieeffekten.

     

    5. Stellenanzeigen

    Stellenanzeigen gibt es wahrscheinlich, seit es Arbeitgeber gibt. Vermutlich ist die Stellenanzeige das einzige hier vorgestellte Personalmarketing Instrument, dass es auch schon vor dem Internet gab. Die erfolgreichste Stellenanzeige aller Zeiten stammt übrigens von Sir Ernest Shackleton, der Matrosen für eine Antarktisexpedition suchte. Seine Anzeige, die 1913 in der Londoner »Times« erschien, lautete folgendermaßen:

    Männer für gefährliche Reise gesucht:

    • Geringe Bezahlung. Eiseskälte.
    • Lange Monate vollständiger Dunkelheit.
    • Ständige Gefahren.
    • Rückkehr ungewiss.
    • Bei Erfolg: Ehre und Anerkennung.

    Nun gut, die Zeiten haben sich seit 1913 Gott sei Dank geändert. Trotzdem machte diese Stellenanzeige viele Dinge besser als manche Vertreter unserer heutigen Zeit. Welche Dinge genau und wie du eine Stellenanzeige schreibst, die auf einem verkaufspsychologischen Konzept aufbaut, findest du in unserem Artikel zu attraktiven Stellenanzeigen.

     

    6. Job-Newsletter & Inbound Recruiting

    Wenn du in den nächsten Wochen mit deinem Personalmarketing beginnen solltest, wirst du deutlich mehr Bewerbende auf deine Karriereseite lotsen als bisher. Das erhöht die Chance, dass dich Traum-Kandidaten sehen, bevor sie für dich bereit sind.

    Vielleicht ist gerade kein Job für ihre Kompetenzen frei, sie haben erst vor kurzem ihren Arbeitgeber gewechselt, sind noch ein Jahr an der Uni … oder was auch immer.

    Für diese Menschen kannst du einen Job-Newsletter aufbauen und hast so einen regelmäßigen Kommunikationskanal zu diesen potenziellen Kandidaten.

    Aber auch hier gilt: Hast du eine schlechte Karriereseite, meldet sich auch keiner für einen Newsletter an. Beginne also beim Fundament.

     

     

    7. Suchmaschinenmarketing

    Suchmaschinenmarketing für Personalmarketing? Ja, tatsächlich. Ein super spannendes Instrument. Laut Studien beginnen 78% aller Jobsuchen bei Google.

    7.1 Suchmaschinenoptimierung auf die eigene Branche und Region

    Wir sehen immer häufiger, dass Mitarbeitende nicht mehr über Stellenportale, sondern direkt über Google suchen. Sie gehen davon aus, dass sowieso jede Firma nach Mitarbeitenden sucht (was halt leider auch so ist) und suchen daher einfach nur nach den Marktführern in ihrer Region. Und Marktführer ist in vielen Köpfen gleichbedeutend mit den Top 5 Ergebnissen in Google.

    Das bedeutet: Anstatt bei einem Stellenportal nach „Koch / Köchin Freiburg“ zu suchen, gehen Kandidaten auf Google und suchen dort nach „Beste Restaurants in Freiburg“. Dort durchstöbern sie die Top-Platzierungen und schauen sich an, ob ihnen das Unternehmen – beziehungsweise deren Webseite! – zusagt. Und schon sind wir wieder bei der Wichtigkeit von deinem Webdesign und deiner Karriereseite 😉

     

    7.2 Suchmaschinenoptimierung in Stellenportalen

    Wir wollen fair sein. Selbstverständlich haben auch Stellenportale noch eine gewisse Daseinsberechtigung. Deren kostenpflichtiges Angebot ist zwar aus Sicht des Kundennutzens zum ausgerufenen Preis … wie soll ich es höflich ausdrücken … nicht sehr attraktiv bis ziemlich fürn Arsch.

    Aber es gibt ja auch noch kostenfreie Stellenportale wie beispielsweise Google Jobs. Und hier spielt Suchmaschinenoptimierung tatsächlich eine sehr wichtige Rolle. Und zwar vor allem auf den Jobtitel bezogen. Beispielsweise ist Vertriebsmitarbeiter ein Synonym zum Sales Manager oder sogar zum Handelsvertreter oder Verkaufsberater.

    Clevere Personalmarketer gehen nun hin und machen zunächst eine Keyword-Analyse. Sie schauen dabei, wie oft welcher Jobtitel gesucht wird. Ebenfalls schauen sie sich das Angebot der Konkurrenz an. Vielleicht gibt es Chancen: Wenn zum Beispiel doppelt so häufig nach Sales Manager gesucht wird als nach Vertriebsmitarbeiter, der Wettbewerb aber ihre Jobs eher als Vertriebsmitarbeiter auszeichnen, dann hast du mit Sales Manager definitiv die größere Chance!

    Übrigens eine weitere Spezialität unseres Agentur-Konstrukts. Diesmal unter der Marke Waldhirsch, die zu 100% auf SEO spezialisiert ist.

     

    8. Google Jobs

     

    Google hat sich — wenig überraschend als Internet-Suchmaschine — auch auf die Suche von Stellenanzeigen spezialisiert. Google Jobs wurde Ende 2019 über Nacht zur weltgrößten Jobsuchmaschine. Die Anzeigen sind prominenter als die Verweise auf die gängigen Stellenportale und zudem kostenlos.

    Um bei Google Jobs gelistet zu werden, muss man seine Stellenanzeigen mit sogenannten „strukturierten Daten“ auszeichnen. Dadurch erkennt Google diese als Job Posting und zeichnet sie entsprechend prominent aus. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um das zu erreichen. Die einfachste wäre es, ein entsprechendes Plugin zu installieren. Vorausgesetzt, du nutzt WordPress oder ein ähnlichen CMS mit der Möglichkeit, Erweiterungen hinzuzufügen.

    Falls das nicht der Fall ist, kann man es natürlich auch technisch direkt im Code lösen. Das solltest du jedoch deinen Webentwickler erledigen lassen. Hier findest du weitere Infos sowie eine Anleitung für die Integration von Google Jobs.

    Und noch einfacher: Bei einer attraktiven Karriereseite von Rudel Recruiting ist Google Jobs natürlich on top mit dabei 😉

     

    9. Personal Branding

    Personal Branding auf Unternehmensebene ist nach wie vor eine völlig unterschätzte Marketingstrategie. In den USA ist das sogenannte CEO Branding schon weit verbreitet. Ein gewisser Gründer eines großen Elektroauto-Herstellers betreibt das ziemlich exzessiv, wenn auch nicht immer sehr imagefördernd für seine Employer Brand …

    In Deutschland ist CEO Branding noch wenig verbreitet, kommt aber auch immer mehr: Herbert Diess, Wolfgang Grupp oder Johannes Kliesch sind hier entsprechende Vertreter.

    Für Personalmarketing ist Personal Branding extrem spannend. Das gilt ganz besonders für kleine und mittlere Firmen. Die meisten Arbeitnehmenden haben schon schlechte Erfahrungen mit Vorgesetzten gemacht. Diese Menschen wollen wissen, FÜR WEN sie arbeiten. Die Firma und das Produkt kommen erst danach.

    CEO Branding lässt sich übrigens hervorragend über Social Media abbilden. Auch hierzu wird in Kürze ein gesonderter Fachartikel folgen, der die Effekte von CEO Branding auf die Employer Brand thematisiert.

     

    8. Google Jobs

    Google hat sich — wenig überraschend als Internet-Suchmaschine — auch auf die Suche von Stellenanzeigen spezialisiert. Google Jobs wurde Ende 2019 über Nacht zur weltgrößten Jobsuchmaschine. Die Anzeigen sind prominenter als die Verweise auf die gängigen Stellenportale und zudem kostenlos.

    Um bei Google Jobs gelistet zu werden, muss man seine Stellenanzeigen mit sogenannten „strukturierten Daten“ auszeichnen. Dadurch erkennt Google diese als Job Posting und zeichnet sie entsprechend prominent aus. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um das zu erreichen. Die einfachste wäre es, ein entsprechendes Plugin zu installieren. Vorausgesetzt, du nutzt WordPress oder ein ähnlichen CMS mit der Möglichkeit, Erweiterungen hinzuzufügen.

    Falls das nicht der Fall ist, kann man es natürlich auch technisch direkt im Code lösen. Das solltest du jedoch deinen Webentwickler erledigen lassen. Hier findest du weitere Infos sowie eine Anleitung für die Integration von Google Jobs.

    Und noch einfacher: Bei einer attraktiven Karriereseite von Rudel Recruiting ist Google Jobs natürlich on top mit dabei 😉

     

    9. CEO Branding / Personal Branding

    Personal Branding auf Unternehmensebene ist nach wie vor eine völlig unterschätzte Marketingstrategie. In den USA ist das sogenannte CEO Branding schon weit verbreitet. Ein gewisser Gründer eines großen Elektroauto-Herstellers betreibt das ziemlich exzessiv, wenn auch nicht immer sehr imagefördernd für seine Employer Brand …

    In Deutschland ist CEO Branding noch wenig verbreitet, kommt aber auch immer mehr: Herbert Diess, Wolfgang Grupp oder Johannes Kliesch sind hier entsprechende Vertreter.

    Für Personalmarketing ist Personal Branding extrem spannend. Das gilt ganz besonders für kleine und mittlere Firmen. Die meisten Arbeitnehmenden haben schon schlechte Erfahrungen mit Vorgesetzten gemacht. Diese Menschen wollen wissen, FÜR WEN sie arbeiten. Die Firma und das Produkt kommen erst danach.

    CEO Branding lässt sich übrigens hervorragend über Social Media abbilden. Auch hierzu wird in Kürze ein gesonderter Fachartikel folgen, der die Effekte von CEO Branding auf die Employer Brand thematisiert.

     

    Wie du deine Personalmarketing Strategie findest

    Bevor du nun aber einfach losrennst. Kurze Verschnaufpause und Gedanken sammeln. Denn es ist mehr als sinnvoll, erst einmal eine Strategie für dein Personalmarketing festzuklopfen. Damit du die richtigen Botschaften an die richtigen Menschen verbreiten kannst, benötigst du vorab vor allem vier Dinge:

    1. Ein Employer Branding Konzept
    2. Deine Candidate Persona
    3. Deine Employer Value Proposition (Nutzenversprechen an Kandidaten)
    4. Eine Employer Branding Strategie

    Innerhalb der Employer Branding, sind dann auch die Maßnahmen und Personalmarketing Kanäle enthalten.

    Gehen wir nun im Detail etwas näher auf die 4 Phasen ein. Aber bevor wir starten, möchte ich dich erstmal auf einen Perspektivwechsel einladen.

    Ein Perspektivwechsel: Personalmarketing im Jahr 2024

    Zunächst einmal musst du deine Sicht auf die „Personalbeschaffung“ ändern. Personal wird 2024 nicht mehr beschafft. Personal muss überzeugt werden. Der War of Talent ist vorbei. Die Talente haben gewonnen.

    Betrachte neue Mitarbeitende also wie Kunden und wende einfach mal die gleichen Methoden wie zur Kundengewinnung an.

    Wenn du neue Kunden gewinnen möchtest, erstellst du zunächst aussagekräftige Zielgruppen. Du analysierst, wo sich die Zielgruppe aufhält, welche Sprache sie spricht, welche Engpässe, Schmerzpunkte und Wünsche sie hat.

    Danach erstellst du ein Nutzenversprechen und dann passende Landingpages mit überzeugenden Argumenten. Erst zum Schluss konzipierst du kanalübergreifende Marketingkampagnen.

    Und wenn du richtig gut bist, bleibst du kontinuierlich am Kunden dran, nutzt Remarketing und E-Mails, sowie möglicherweise noch viele weitere Marketing-Werkzeuge.

    Und in genau diesen Werkzeugkasten greifen wir nun auch fürs Personalmarketing!

     

    1. Dein Employer Branding Konzept

    Mit deinem Employer Branding Konzept legst du die Grundlage. Hier erstellst du eine umfangreiche Ist-Analyse deiner Arbeitgebermarke, inklusive Mitarbeiter-Interviews und einer intensiven Analyse sämtlicher Personalmarketing-Maßnahmen.

    Wie du das im Detail machst, erfährst du in unserem Ratgeber zu Employer Branding Konzept 

     

    2. Die Candidate Persona: Die Bewerbenden-Zielgruppe

    Denken wir den oben begonnenen Gedanken einfach mal weiter und gehen wie bei einer klassischen Marketingkampagne vor.

    Und was steht dort immer am Anfang? Korrekt: Die Zielgruppe.

    Und damit jeder sieht, wie unglaublich clever wir Marketing-Fuzzis sind, dürfen wir sie natürlich nicht einfach nur Zielgruppe nennen. Daher gaben ihr hippe Personalmarketer den Namen Candidate Persona.

    Eine Candidate Persona ist also eine Beschreibung deiner Bewerbenden-Zielgruppe. Dazu gehören Eigenschaften wie:

    • Alter
    • Geschlecht
    • Berufserfahrung
    • Wohnort

    Und Eigenschaften, die über die „Standard“-Zielgruppen-Beschreibungen hinausgehen:

    • Ängste
    • Träume
    • Sorgen
    • Wünsche
    • Glaubenssätze

    Wir unterteilen die Candidate Persona Informationen in unterschiedliche Kategorien.

    • Basis Informationen
    • Berufsanforderungen
    • Sprache
    • Mediennutzung
    • Psychografische Eigenschaften
    • Gemeinsamkeiten

    Wenn du mehr Details haben möchtest, lese dir doch gerne den dazugehören Ratgeber zur Candidate Persona durch.

     

    3. Employer Value Proposition: Der Kompass für dein Personalmarketing

    Die Employer Value Proposition (kurz EVP) ist die Summe aller Leistungen, die ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitenden als Gegenwert für ihr Engagement gibt.

    Sie ist quasi das Herzstück und damit der Motor für dein Personalmarketing. Sie sollte mindestens Folgendes beinhalten:

    • Die Top 3 Werte deines Unternehmens
    • Die Vision und Mission deines Unternehmens
    • Die Handlungsleitlinien deines Unternehmens
    • Deine Mitarbeiterbenefits, unterteilt in Eintrittsanreize, Leistungsanreize und Bindungsanreize
    • Das Employer Value Proposition Statement (Claim)

    Aus diesen Bestandteilen, die natürlich alle so gewählt wurden, dass sie für die Candidate Persona maximal attraktiv wirken, lassen sich nun Personalmarketing Maßnahmen ableiten.

    Wenn du mehr Details zur EVP haben möchtest, lies dir den dazugehörenden Artikel zur Employer Value Proposition durch.

     

    4. Employer Branding Strategie

    Nun hast du fas alles, was du brauchst um dein Personalmarketing zu starten. Es fehlt nur noch eine Employer Branding Strategie. Diese ist fast identisch zur Personalmarketing Strategie. Um genau zu sein, ist die Personalmarketing Strategie ein Teil deiner Employer Branding Strategie.

    Denn hier wählst du nur noch die geeignetsten Kanäle aus, um deine Employer Value Proposition zu kommunizieren. Außerdem definierst du noch entsprechende Content Formate wie Storytelling-Formate sowie die entsprechenden KPIs für die Erfolgsmessung.

    Wie du das im Detail machst erfährst du im Ratgeber zur Employer Branding Strategie.

    Und wenn du das alles hast, dann beginnst du am besten mit dem Aufbau deines Fundaments. Und das ist … Trommelwirbel … natürlich deine Karriereseite! 

    Und zwar ausgehend von den Inhalten deiner EVP.

    Und wer macht das? Du ahnst es schon: die Dudes von Rudel Recruiting. Also frag mich am besten direkt nach einem Gespräch für die Erstberatung!

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